Wirkstoffe gezielt an den Schmerzort bringen

Bei vielen orthopädischen Beschwerden entstehen Schmerzen durch eine lokale Reizung oder Entzündung. Betroffen sein können zum Beispiel Gelenke, Sehnen, Schleimbeutel, Nervenreizungen oder Strukturen im Bereich der Wirbelsäule.

Bei der interventionellen Therapie bringen wir schmerzlindernde oder entzündungshemmende Wirkstoffe gezielt an die betroffene Struktur. Die Behandlung erfolgt je nach Fragestellung unter Ultraschallkontrolle oder mit dem Bildwandler. So können wir den schmerzhaften Bereich präzise darstellen und die Injektion genau platzieren.

Der Vorteil: gezielt statt allgemein behandeln

Nicht jede Schmerzbehandlung muss über den ganzen Körper wirken. Bei bestimmten Beschwerden ist es sinnvoll, den Wirkstoff direkt an die Stelle zu bringen, an der die Reizung entsteht.

Die Bildkontrolle hilft dabei, die Injektion genau zu steuern. Dadurch kann die Treffsicherheit erhöht und die benötigte Wirkstoffmenge möglichst gering gehalten werden. Gleichzeitig können umliegende Strukturen besser geschont werden.

Wann kann interventionelle Therapie sinnvoll sein?

Eine interventionelle Behandlung kann insbesondere hilfreich sein bei:

  • entzündeten oder gereizten Gelenken
  • Arthrose mit aktivem Reizzustand
  • gereizten Sehnen oder Sehnenansätzen
  • Schleimbeutelentzündungen
  • Nervenreizungen im Bereich der Wirbelsäule
  • Facettengelenksbeschwerden an der Wirbelsäule
  • Beschwerden am Iliosakralgelenk (ISG)
  • lokalen Schmerzpunkten nach Überlastung oder Verletzung
  • Beschwerden, die auf Medikamente, Physiotherapie oder Training allein nicht ausreichend ansprechen
  • Ob eine Injektion sinnvoll ist, hängt immer von der genauen Diagnose, der körperlichen Untersuchung, möglichen Vorbefunden und Ihrer individuellen Situation ab.

Wie läuft die Behandlung ab?

Zunächst klären wir Ihre Beschwerden durch eine orthopädische Untersuchung und, falls erforderlich, durch Ultraschall, Röntgen oder MRT. Wenn eine interventionelle Therapie geeignet erscheint, besprechen wir mit Ihnen das Ziel der Behandlung, den geplanten Wirkstoff und mögliche Alternativen.

Die Injektion wird anschließend unter Bildkontrolle durchgeführt. Je nach Beschwerdebild verwenden wir Ultraschall oder einen Bildwandler. Dadurch können wir die Nadelposition kontrollieren und den Wirkstoff gezielt an die gewünschte Stelle bringen.

Die Behandlung dauert meist nur wenige Minuten. Nach der Injektion besprechen wir mit Ihnen, worauf Sie achten sollten und welche weiteren Schritte sinnvoll sind.

Sicherheit und sorgfältige Indikationsstellung

Interventionelle Therapien werden bei uns nur nach sorgfältiger ärztlicher Prüfung durchgeführt. Nicht jede Beschwerde eignet sich für eine Injektion. Auch Begleiterkrankungen, Medikamente, Blutverdünner, Infektionsrisiken oder Allergien müssen berücksichtigt werden.

Unser Ziel ist eine gezielte, möglichst schonende Behandlung, die zu Ihrem Befund passt und in ein sinnvolles Gesamtkonzept eingebettet ist.

Unser Ziel

Ziel der interventionellen Therapie ist es, Schmerzen und Entzündungsreize gezielt zu behandeln und dadurch Beweglichkeit, Belastbarkeit und Alltagstauglichkeit zu verbessern.

Die interventionelle Therapie ersetzt nicht automatisch andere Behandlungsformen. Sie kann jedoch ein sinnvoller Baustein sein, wenn Beschwerden klar lokalisierbar sind und eine gezielte Behandlung an der betroffenen Struktur medizinisch sinnvoll erscheint.

Hinweis: Diese Behandlung ist je nach Indikation eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL/Selbstzahler). Ob und in welchem Umfang Kosten von Ihrer Krankenkasse übernommen werden, klären wir individuell mit Ihnen.